Fallschutz und Ladungssicherung für den Privat-Pkw – Möglichkeiten und Tipps

Fallschutz

Laut Ladungssicherungsgesetz, § 22 der Straßenverkehrsordnung, besteht in Deutschland die Pflicht, dass die Ladung, die in einem PKW mitgeführt wird, sicher verstaut sein muss.

Dieses Gesetz ist auch notwendig wenn man bedenkt, dass durch eine Vollbremsung oder durch ein Ausweichmanöver Kräfte auf lose Ladung von bis zu einem Fünfzigfachen ihres Eigengewichtes einwirken können. Nicht gesicherte Gegenstände werden somit zu gefährlichen Geschossen, und können im Fahrzeug zu tödlichen Verletzungen führen. Die wenigsten Autofahrer berücksichtigen diese Tatsache beim Beladen ihres PKWs ausreichend. Deshalb drohen empfindliche Strafen, wenn man ohne notwendige Ladungssicherung erwischt wird.

Lose Gegenstände müssen also durch geschicktes verladen und verzurren daran gehindert werden, in Bewegung zu geraten. Unbeschädigte Spann- und Zurrgurte ermöglichen es, die Ladung sicher an Ort und Stelle zu halten. Ein nicht genutzter Sicherheitsgurt kann dazu verwendet werden, beispielsweise einen Einkaufskorb auf dem Beifahrer- oder Rücksitz zu verzurren. Größere Gegenstände verstaut man am Besten im vorderen oder hinteren Fußraum.

Tests haben ergeben, dass Teile die ungesichert im Kofferraum verstaut waren, die Lehne des Rücksitzes durchbrochen haben, und im Fahrzeug herumflogen. Das zeigt, dass Gegenstände auch darin nicht ungesichert transportiert werden dürfen. Ladung die im Kofferraum mitgenommen wird, kann durch den Einsatz von Antirutschmatten oder den Einbau von Trenngittern und Trennplatten hinter der Rückbank gesichert werden. Scharfe Kanten werden ungefährlich, indem man einen Kantenschutz anbringt, Keile verhindern, dass die Ladung ins Rutschen kommt. Kleinere Gegenstände lassen sich leicht in Kunsstoffkisten verpacken oder in freie Hohlräume schieben.

Oftmals reicht der Platz im Inneren des Fahrzeugs nicht aus, und das Dach des Wagens wird als zusätzlicher Stauraum genutzt. Für das Beladen von Dachboxen gelten die gleichen Regeln wie für die Ladungssicherung im Inneren des Fahrzeugs. Gegenstände dürfen auch darin nicht lose verstaut werden, sondern müssen rutschfest gesichert sein. Die Dachbox muss so befestigt sein, dass sie selbst nicht bei einer Vollbremsung oder durch ein Ausweichmanöver ins Rutschen kommen kann. Beim Beladen eines Fahrzeuges ist auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung zu achten. Die zulässige Dach- und Achslast und das zulässige Gesamtgewicht darf nicht überschritten werden. Der Reifendruck und das Fahrverhalten des Fahrzeuglenkers müssen entsprechend der Ladung angepasst sein.

Gefahrenminderung durch richtige Ladungssicherung – Auf diese Grundregeln ist zu achten

Damit die Ladung gesichert ist: Grundregeln, welche die Gefahren vermindern!

Heutzutage kommt es immer öfter vor, dass ungesicherte Ladungen auf Fahrzeugen schwere Verkehrsunfälle verursachen. Doch werden Ladungen auf öffentlichem Wege befördert, so sind der Versender, der Führer sowie Halter des Fahrzeuges dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass hierdurch keine Gefährdung entstehen kann. Also muss die gesamte Ladung ordnungsgemäß gesichert werden.

Mangelnder Fallschutz ist mittlerweile ein Thema, dass für all diejenigen immer aktueller wird, die im gesamten Transportgewerbe tätig sind, denn leider werden in Bezug auf die Beladung von Gütern die wichtigsten Grundregeln, was die Sicherung der Ladung betrifft, nicht beachtet – hier stellen wir diese nun vor:

Man sollte in allen Fällen ein geeignetes Fahrzeug einsetzen und die Ladung sollte so verstaut werden, dass diese weder kippen, noch verrutschen oder im schlimmsten Falle herabfallen kann. Natürlich sollte man auch darauf achten, dass die Ladung durch das Verstauen und anschließende Sichern nicht beschädigt wird und somit intakt bleibt. Dabei soll der Schwerpunkt der Ladung in der Längsmittelebene des Fahrzeuges liegen und zudem so niedrig wie möglich gehalten werden. Beachtet werden sollte auf jeden Fall auch die zulässige Gesamtmasse und was die zulässigen Lasten der Achsen betrifft, so dürfen diese nicht überschritten, die Mindestlasten der Achsen für den Transport aber auch nicht unterschritten werden. Was die Fahrgeschwindigkeit bei dem Transport betrifft, so versteht es sich natürlich von selbst, dass diese den geltenden Straßen- und Verkehrsverhältnissen angepasst werden sollte.

Spezielle Antirutsch-Balken aus Gummi sind eine neue Möglichkeit, um eine Ladung sicher zu transportieren, denn bei diversen Schwerlasten reicht eine Verladung, welche nur mit einer Zurrkette oder einem Zurrgurt gesichert ist, häufig nicht aus und entspricht auch nicht den Vorschriften. Zur dauerhaften Anwendung sind diese Antirutsch-Balken eine gute Investition und zudem kostengünstiger.

Demnach gelten diese Grundregeln als Pflichten, damit es während des Transportes nicht zu Beschädigungen der Güter und – im schlimmsten Falle – zu einem Verkehrsunfall kommt. Die Frage ist dann nämlich, wer für die Kosten aufzukommen hat. Da gibt der Paragraph 412 im Handelsgesetzbuch klare und verständliche Auskunft.
Die Folgen, was eine mangelhafte Sicherung der Ladung betrifft, können dabei sehr vielfältig sein:

Angefangen vom Bußgeldbescheid bis hin zu Haftstrafen, sollte im schlimmsten Falle ein Straftatbestand vorliegen. Darauf bezogen kann bei Verstößen gegen die korrekte Ladungssicherung und somit gegen die gewerbrechtlichen Vorschriften ein hohes Bußgeld oder sogar eine bestimmte Auflage seitens der Behörde die Folge sein.
Eine mangelnde Ladungssicherung kostet demnach Geld, sollte während des Transportes etwas passieren – ganz irrelevant, in welcher Art: Die Grundregeln sollten stets beachtet und in jedem Falle eingehalten werden, um eventuelle Unannehmlichkeiten strikt zu vermeiden!

Fehlende Ladungssicherung – Gefahr für Mensch und Material

Das Thema Ladungssicherung wird oft völlig unterschätzt. Speziell im Straßenverkehr, aber auch im Eisenbahn, Schiffs-und Luftverkehr ist eine ordnungsgemäße Ladungssicherung Lebensnotwendig.

Eine fehlende oder unsachgemäße Ladungssicherung kann zur großen Gefahr für den Fahrer selbst und andere Verkehrsteilnehmer werden. Gedanken wie “mir passiert schon nichts” oder “die Ladung ist schwer genug um zu verrutschen” sind keine Seltenheit.

Schon beim normalen Fahren und fahren in Kurven treten zum Beispiel beim Bremsen physikalische Kräfte auf, die auf die Ladung einwirken und diese zum Verschieben und somit außer Kontrolle bringen. Beim Bremsen wirken diese Kräfte mit etwa 80 % des Ladungsgewichtes in Fahrtrichtung, und etwa 50 % des Gewichtes beim Beschleunigen nach hinten. Die rutschende Ladung wird beschädigt und im schlimmsten Fall kann der Fahrer das Transportfahrzeug nicht mehr kontrollieren und zusätzlich auch weitere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen. Dadurch kommt es allein in Deutschland jährlich auf über 200 Millionen Ladungsschäden.

Die VDI 2700 “Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen” ist seit vielen Jahren ein anerkanntes Grundlagenwerk der Ladungssicherung. Hier wird ausführlich beschrieben, wie Ladung grundsätzlich gesichert werden kann und welche speziellen Kräfte in verschiedenen Situationen auf das Fahrzeug und die Ladung einwirken. § 20 der Straßenverkehrsordnung (StVO) verlangt das ordnungsgemäße Sichern von Ladung. Laut § 23 StVO ist der Fahrzeugführer zur Kontrolle der Ladungssicherung verpflichtet, auch wenn die Ladung von einer anderen Person vorgenommen wurde. Im Zweifel müsste die Fahrt abgelehnt werden. Was im normalen Speditionsgeschäft so nicht praktikabel ist, bürdet dem Fahrer aber eine große Verantwortung auf.

Die Verantwortung der Ladungssicherung liegt grundsätzlich sowohl beim Fahrer, als auch beim Halter und Verlader. Verstöße werden mit Bußgeldern und Punkten beim Verkehrsregister geahndet. Bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden handelt es sich um eine Straftat mit Geld-oder Freiheitsstrafe.

Als Hilfsmittel zur Ladungssicherheit dienen z.B. Zurrgurte, Zurrdrahtseile, Zurrketten, Keile, rutschfeste Matten und Staupolster. Hier sollte aber ein sachgemäßer Umgang und genaue Kenntnis gewährleistet sein.

Ladelücken sollten vermieden werden.

Eine weitere sinnvolle Prävention stellt auch der Besuch einer Sicherheitsschulung dar. Viele Firmen, so z.B. SVG, DEKKRA, TÜV und die Fahrsicherheitszentren des ADAC bieten Schulungen zur Ladungssicherung.

Die unterschiedlichen Materialien von Kantenschutzwinkel und deren Vor- und Nachteile

Kantenschutz in der Logistik

In der Logistik werden Kantenschutz zum Schutz, Stabilisierung, Verstärkung und Stapeln von Verpackungen eingesetzt. Der Kantenschutz ist dabei in erster Linie ein Objektschutz.

Das Objekt ist das zu transportierende Gut. Hier soll das jeweilige Transportgut vor der Beschädigung geschützt werden, sowie das Transport oder Lagerung erleichtert werden.
Somit ist der Kantenschutz in der Logistik eine Qualitätssicherung und Arbeitshilfe für den Transporteur.

In der Logistik wird Kantenschutz oft nur kurzfristig verwendet. Wichtig beim Transport ist die Bruchfestigkeit und Formstabilität. Der jeweilige Kantenschutz soll das zu transportierenden Gut sicher schützen und den Transport vereinfachen.

Dabei werden empfindliche Kanten und Ecken geschützt insbesondere wenn für den Transport Lademittel wie Ketten, Seile, Hacken oder ähnliches angeschlagen wird.
Bei der Lagerung des Transportgutes während des Transportes aber auch in Lager bis zum Gebrauch des Transportgutes wird Kantenschutz als Hilfsmittel gebraucht.
Die Formen des jeweiligen Kantenschutz ist so gegeben das über längere Zeit mehrere Transportgüter gestapelt oder gelagert werden können.

Bei der Wahl des jeweiligen Materials für den Kantenschutz sind verschiedene Parameter entscheidend, zum Beispiel:

1. Das Gewicht des Transportgutes (groß; schwer; klein; leicht)
2. Die Art des Transportes (mit oder ohne Anschlagmittel)
3. Die Form der jeweiligen Verpackung(gerade geformte Kanten)
4. Das Einsatzgebiet (innen außen)
5. Häufigkeit des Einsatz (einmalig; mehrfach)

Einen weiteren wichtigen Grund bei der Entscheidung spielt der Preis für den Kantenschutz. Die Herstellungskosten und Materialkosten sind für den Preis mit entscheidend.

Das jeweilige Einsatzgebiet wird ebenfalls berücksichtig, dabei ist entscheidend ob der Kantenschutz der Witterung ausgesetzt ist oder nicht.
Folgende Materialien werden in der Regel für den Kantenschutz verwendet.
Hier eine Darstellung der vor und Nachteile:

Kantenschutzwinkel aus Metall oder Aluminium

Vorteil: Hohe Festigkeit und Stabilität sowie Bruchsicherheit.
Bei Belastung würde das Material sich erst verformen statt zu brechen und somit das Transportgut noch zusätzlich schützen.
Mehrfach Einsatz möglich und witterungsbeständig.
Flexibel Einsetzbar wenn es sich um standardisierte Formen des Transportgutes handelt.
Nachteil: Hohes Gewicht
Hoher Preis des Materials.

Kantenschutzwinkel aus Kunststoff

Vorteil: Leichtes Gewicht, günstiger Preis weil das Material günstig ist.
Mehrfach Einsatz möglich und sehr witterungsbeständig.
In der Herstellung an unterschiedlichste Formen anzupassen.
Nachteil: Bricht unter starker Belastung da es sich nicht verformt.
In der Regel nur eine Form des Transportgutes einsetzbar.

Kantenschutzwinkel aus Pappe

Vorteil: Günstig in der Herstellung und somit auch im Preis.
Einfach Entsorgung nach dem Gebrauch
Nachteil: Nur für leichte Gewichte geeignet.
Bietet weniger Schutz das Material ist nicht sehr fest. Witterungsanfällig daher außen kaum einsetzbar.

Auf welche Kriterien ist beim Kauf von Antirutschmatten zu achten

Jeder kennt die potentielle Gefahr, die sich ergibt, wenn man aus der Badewanne steigt und die oftmals nassen Fliesen im Badezimmer wie Glatteis unter den Füssen reagieren. Aber auch der Einstieg in die Badewanne samt seines rutschigen Untergrunds kann fatale Folgen haben.

Vor allen Dingen ältere Menschen, die körperlich nicht mehr so standfest sind, oder zappelnde, schwer zu bändigende Kinder sind diesem Risiko am ehesten ausgesetzt. Langsames Einsteigen in die Wanne und das Festhalten an den dafür vorgesehenen Badewannengriff kann die Gefahr zwar eindämmen, jedoch zur Gänze gebannt werden kann sie dadurch natürlich nicht. Schon eine kleine Unachtsamkeit kann zu großen Verletzungen führen. Stellen Sie sich nur mal vor, Sie knallen mit dem Kopf gegen die harte Badewannenkante, was da alles passieren kann.

Die Antirutschmatten ist eine gute Unterlage, um bei Unaufmerksamkeit den Halt nicht zu verlieren. Allerdings sollte bei einem Kauf auf bestimmte Kriterien geachtet werden. Antirutschmatten werden in den unterschiedlichsten Baumärkten und diversen Badefachhändler angeboten, aber nicht alle sind zum Kauf geeignet. Eines der wichtigsten Punkte, auf den Sie Acht geben sollten, ist die Verarbeitung. Sind die Noppen und Kanten in einem guten Zustand oder könnte sich die Haftfähigkeit auf dem Wannenboden aufgrund ausgedehnter Badewannenaufenthalte reduzieren. Das ist wichtig, damit auch bei einem länger andauernden Badewannenvergnügen festes Standvermögen gewährleistet ist und sich die Haftfähigkeit nicht durch Zugabe von Schaum oder Badeöl verringert. Trägt die Antirutschmatte ein TÜV Zeichen, das für Hygiene, Qualität, Tauglichkeit und Sicherheit bürgt, ist diese ebenfalls als Kauftip zu empfehlen. Auch eine Gebrauchsanleitung sollte immer beiliegen, in der die Handhabung genau erklärt wird. Eine der wichtigsten Regel dabei ist immer, die Antirutschmatte vor Zugabe von Badeschaum auf dem Boden festzudrücken, um beste Haftungseigenschaft zu erreichen.

Aber auch Antirutschmatten, die für eine Verwendung außerhalb der Badewanne, oder nicht innerhalb des eigenen Haushaltes vorgesehen sind, sollten gewisse Kriterien erfüllen. Neben den haushaltsüblichen Antirutschmatten, gibt es auch jene, die zum Beispiel für Sicherheit bei der Beförderung von Ladegut sorgen. Dabei ist zum Beispiel die Dicke der Matte oder die Oberflächenbeschaffenheit ein wichtiger Aspekt bei einem Kauf. Wie verhält es sich mit der Rutschfestigkeit wenn Flüssigkeiten wie Öle, Chemikalien oder Fette auslaufen und wie sieht es dann mit der Beständigkeit aus? Ist eine ausreichende Reißfestigkeit gegeben, wenn sich Kanten durch das Gewicht des Ladeguts in die Antirutschmatte bohren? Nehmen Sie beim Kauf wirklich eine umfassende Beratung in Anspruch und achten Sie auf Qualität, um ein Unfallrisiko so gering wie möglich zu halten!

Was bedeutet Niederzurren bei der Ladungssicherung?

Gerade wenn man im Straßenverkehr unterwegs ist, und man hat eine Ladung auf der Ladefläche seines, Lkws, oder dem Anhänger, ist es besonders wichtig, dass die Ladung richtig gesichert ist. Gesichert heißt, durch richtiges Befestigen der Ware, das Verrutschen auf der Ladefläche verhindern. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Die am meisten zur Anwendung gebrachten Sicherung von Waren im Transportwesen ist das Niederzurrrenverfahren. Was hat man unter dem Niederzurren der Ladungssicherung zu verstehen?

Nehmen wir als Beispiel um das Niederzurren zur Ladungssicherung zu verstehen, eine Holzkiste mit sehr empfindlichem Inhalt. Die Holzkiste hat eine Höhe von einem Meter sowie eine Länge von 3 Metern. Der Schwerpunkt der Ware in der Holzkiste liegt jedoch oben. Das Gewicht der Ware ist mit 500 Kg angesetzt. Auch der Boden der Ladefläche ist noch relativ neu. Hier ist ein besonderes Auge auf die Ladungssicherung zu werfen.

Das Niederzurren der Holzkiste beginnt nun mit speziellen Spanngurten, die an einem Ende mit speziellen Verankerungs-Ösen am Boden der Ladefläche verbunden werden. Am anderen Endes des Spanngurtes ist ein Raster-Hebel angebracht. Es wird ein zweiter Spanngurt ohne Rasterverschluss auf der anderen Seite der Holzkiste mit der Verankerungs-Öse am Boden der Ladefläche verbunden. Nun werden beide Spanngurte über der Holzkiste miteinander verbunden. Der Spanngurt ohne Rasterverschluss wird durch den Rasterverschluss des anderen Spanngurtes eingefädelt und solange durchgezogen, bis es von Hand nicht mehr weiter geht. Nun kommt der Hebel am Rasterverschluss zum Einsatz. Der Hebel ist eine Art Verlängerungsarm und bewirkt dadurch, dass beide verbundenen Spanngurte richtig stramm gespannt werden können. Dadurch entsteht immer mehr Druck, der die Holzkiste quasi noch mehr gegen den Ladeflächenboden drückt, um so ein Verrutschen der Holzkiste zu vermeiden. Bei einer solchen Länge der Holzkiste reicht natürlich ein Spanngut zum Niederzurren der Holzkiste nicht aus. Die Holzkiste sollte der Länge und der Breite nach mit der entsprechenden Anzahl von Spanngurten niedergezurrt werden.

Damit das Verrutschen der Holzkiste außer dem Niederzurren noch weiter abgesichert wird, ist das Absichern der Holzkiste noch mit Holzbalken noch zu empfehlen. Die Holzbalken werden direkt, also ohne Zwischenraum zu der Holzkiste mit der Ladefläche verschraubt. Nun ist der Fallschutz abgeschlossen und es kann zumindest theoretisch nichts mehr passieren. Die Holzkiste kann sich weder seitlich verschieben, noch umfallen.

Ausbildungsmöglichkeiten für Kraftfahrer zur richtigen Ladungssicherung

Seit 2009 schreibt das Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz allen Fahrern im Güterverkehr eine regelmäßige Teilnahme an qualifizierenden Weiterbildungen vor. Die TÜV-Ak@demie bietet entsprechende in Modulen aufgebaute Kurse an, zu denen auch das Modul 2, Ladungssicherheit, gehört.

Ladungssicherung gehört zu den Themen, mit denen sich jeder Verlader und jeder Berufskraftfahrer mindestens einmal im Leben genauer befassen sollte. Denn viele unterschätzen leider immer noch die ungeheure Wucht, die eine Tonnen schwere Ladung hat, wenn es etwas zur Vollbremsung kommt. Oder vertrauen allein auf ihre Erfahrung und ihr Gefühl und bringen dadurch – wenn auch unbewusst – sich selbst und andere in erhebliche Gefahr. Daher bieten verschiedene Organisationen und Unternehmen wie eben der TÜV, aber auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), die Gesellschaft für Gefahrengütertraining, die Dekra, oder auch (von der Dekra) zertifizierte Fahrschulen spezielle Seminare an, in denen die theoretischen und praktischen Grundlagen vermittelt und anschaulich demonstriert werden sollen.

Die Seminare sind in der Regel auf einen Tag begrenzt, an dem das kompakte Wissen von erfahrenen Leuten an die Lkw-Fahrer weitergegeben wird. Zu den Inhalten gehören das richtige Platzieren einer Ladung, physikalische Grundlagen, die zum Beispiel die Fragen betreffen, welche Kräfte auftreten und wie sich die Ladungssicherung berechnen lässt; aber auch praktische Übungen, wie der Umgang mit Zurrmitteln und anderen Hilfsmitteln stehen auf dem Programm.

Speziell das Programm des DVR versucht hierbei, einen neuen Standard zu erlangen. Man wendet sich daher nicht allein an die Fahrer, sondern an alle, die an der Ladungssicherung beteiligt sind. Die Seminare werden als innerbetriebliche oder als betriebsübergreifende Seminare angeboten. Zusätzlich zu den bereits genannten Themen werden hier auch Fragen wie die Eignung des Fahrzeugs oder Kippgefahren sowie rechtliche Grundlagen behandelt. Darüber hinaus hat der DVR eine eigene Datenbank eingerichtet, auf der sich alle Interessierten über das sichere Verladen von Waren informieren können. Außerdem wurde in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen ein Medienpaket erstellt, das ebenfalls über Grundregeln der Ladungssicherung und verwandte Bereiche informiert.
Im Kursnet der Bundesagentur für Arbeit befinden sich ebenfalls Angebote zur beruflichen Weiterbildung, die das Thema Ladungssicherheit behandeln. Die Kosten der jeweiligen Angebote richten sich nach dem Anbieter und der Zahl der Teilnehmer; in der Regel sind sie vom Fahrer selbst zu tragen.

Wie schwere Unfälle durch richtige Ladungssicherung verhindert werden können

Ladungssicherung

Ladungssicherung ist sehr wichtig und sollte daher auch von jedem LKW Fahrer berücksichtigt werden. Besonders wichtig ist Ladungssicherung daher, da es bei der Fahrt auf einer Straße zu unvorhergesehen Anfahr- oder aber auch Bremsvorgängen kommen kann.

Tritt ein solcher Fall ein, so reicht die natürliche Reibungskraft nicht mehr aus um die Ladung auf der Ladefläche zu halten, sie gerät darauf hin ins Rutschen. Besonders gefährlich ist es, wenn die Ladung ins Rutschen gekommen ist. Sie gerät dabei außer Kontrolle und es besteht die Möglichkeit das die Ladefläche beschädigt wird. Im schlimmsten Fall beschädigt die Ladung durch das Verrutschen das Fahrzeug, oder gar im schlimmsten Fall auch andere Verkehrsteilnehmer.

Um solche, schwerwiegenden Folgen zu vermeiden, sollte man sich unbedingt mit physikalischen Gesetzen und auch den Gesetzlichen Verordnungen zur Ladungssicherung vertraut machen. Ebenso wichtig ist es, sich über die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Zurmittel zu informieren sowie auch deren Belastbarkeit. Ein entscheidendes Kriterium ist auch, wie die Ladungssicherung angewendet wird, bzw. welche Ladungssicherungsmethoden Verwendung finden.

Bei sehr schweren Gegenständen, welche nicht den ganzen Ladebereich ausfüllen, kann es zum Beispiel hilfreich sein, Diagonalzurren zu verwenden. Diagonalzurren bieten ein hohes Maß an Sicherheit, da die Gewichtskräfte durch die diagonale Anordnung der Zurren optimal verteilt wird. Ebenso empfehlenswert kann es bei flachen und nicht den Raum ausfüllenden Ladungen sein, Kopfschlingen zu verwenden. Kopfschlingen werden über die Ladung gespannt und verhindern ein Verrutschen der Ladung. Ebenso empfehlenswert ist auch die Verwendung von Kantengleitern. Durch die Kantengleiter wird die Vorspannkraft des Zurrgurtes optimal verteilt und die Ladung erfährt somit einen zusätzlichen Schutz. Ebenso empfehlenswert ist es, die Ratschen wechselseitig anzuordnen und die Ratschen nicht auf einer Seite anzubringen. Dadurch kann eine optimale Kraftübertragung erfolgen. Die kraft wird gleichmäßig übertragen und ein Verrutschen der Ladung kann somit grundlegend vermieden werden.

Entscheidend ist, dass der Fahrer die notwendigen Kenntnisse besitzt. Daher sollte von einem Ladungssicherung Seminar nicht Abstand genommen werden. In einem solchen Seminar kann man mehr über die Methoden der Ladungssicherung, die physikalischen Faktoren, sowie auch über den Umgang mit speziellen Ladungssystem erfahren.

Produkte rund um Fallschutz:

http://www.ladungssicherung.eu/spann-zurrgurte/zurrketten.html

Wer trägt die Verantwortung für die richtige Ladungssicherung?

Auf deutschen Autobahnen steigt der Warentransport von Jahr zu Jahr. Waren werden auf der Straße durch den gesamten Kontinent transportiert, aber wer trägt die Verantwortung für die richtige Ladungssicherung?

Dies ist ein wichtiges Thema. Im Falle eines Unfalls kann schlecht gesicherte Ladung fatale Folgen haben und zu einer Gefahr für Leib und Leben des Fahrers aber auch anderer Verkehrsteilnehmer werden. Grundsätzlich hat der Verlader dafür Sorge zu tragen, dass die versandte Ladung ordnungsgemäß gesichert ist. Wer nun aber verlade ist, kann im Einzelfall schwierig zu ermitteln sein. Zunächst einmal ist die natürliche oder juristische Person, die den Auftrag erteilt und die Ware an den Spediteur übergibt.

Im Falle einer juristischen Person trifft im Zweifelsfalle auch den obersten Vorgesetzten eine entsprechende Pflicht. Die Aufsichtspflicht kann natürlich delegiert werden, dieses jedoch muss akribisch dokumentiert werden. Ist der Verantwortliche an der Rampe mangels ordentlicher Dokumentation nicht zu ermitteln, so kann die Behörde auch gegen Geschäftsführer oder den Vorstand vorgehen.

Wichtig ist, dass die Sicherheit für jedes Fahrzeug sichergestellt und überprüft werden muss. Eine stichprobenartige Überprüfung reicht nicht aus. Auch muss der Verlader sicherstellen, dass im Falle von Zwischenstopps die Ladung weiterhin gesichert werden kann. Wird etwa andere Ladung zur Sicherung verwendet, muss dem Fahrer Sicherungsmaterial mitgegeben werden, damit dieser eine durchgehende Sicherung gewährleisten kann. Ausreichend Paletten, Antirutschmatten und Spanngurte müssen an Bord sein. Auch hierfür trägt der Verlader die Verantwortung. Für die richtige Ladungssicherung benötigen Sie Zubehör wie Halterungen und Sicherungen, zum Beispiel eine Knotenkette, informieren Sie sich darüber ausführlich und sparen Sie nicht am falschen Ende.

Sind all die vorgenannten Bedingungen erfüllt, ist der Verlader seiner sehr umfassenden Pflicht nachgekommen. Sodann ist der Fahrer für die Ladungssicherung verantwortlich. Er hat dafür zu sorgen, dass beim Be- und Entladen alles seine Richtigkeit hat und keine Gefahren von der Ladung ausgehen. Es empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle der Ladung, zumindest während der eingelegten Pausen. Eine kurze Sichtkontrolle ist schnell gemacht und kann Probleme und Diskussionen vermeiden.

Verstöße gegen die Bestimmungen betreffend die Ladungssicherung werden durch die entsprechenden Behörden verfolgt und mit empfindlichen Geldbußen geahndet. Regelmäßige Kontrollen der Polizei und des Bundesamtes für Güterverkehr finden auf deutschen Autobahnen statt und dienen unter anderem der Sicherheit des Straßenverkehrs. Neben den Lenkzeiten ist die Ladung von zentralem Interesse für die Kontrolleure.

Es empfiehlt sich nicht nur aus Sicherheitsaspekten, sondern auch aus finanziellen Gründen penibel auf die Einhaltung der Bestimmungen zu achten. Hier sollten Fahrer und Spediteur ein gemeinsames Interesse haben, denn im Falle eines Bußgeldverfahrens versteht die Behörde es, die möglichen Verantwortlichen gegeneinander auszuspielen und am Ende wird einer mit Sicherheit zur Verantwortung gezogen.

Falsche Ladungssicherung ist häufig Ursache von Verkehrsunfällen

Falsche Ladungssicherung

Fallschutz

„Das ist so schwer, das klebt an der Ladefläche, da passiert nichts.“ Das ist eine Meinung, die man immer wieder auch von den alten Hasen unter den Lkw-Fahrern zu hören bekommt.

Außer Leim klebt aber nichts auf einem Lkw, jede Ladung unterliegt eigenen, physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Leider bestehen Kenntnisse zur Ladungssicherung bei vielen Verkehrsteilnehmern mehr aus Vermutungen und weniger aus konkretem Wissen und führen so zu schweren Unfällen durch verlorene Ladung.

Aus dem Gewicht einer Ladung wird durch die Erdanziehung die Gewichtskraft. Diese Kraft wirkt zum Erdmittelpunkt. Solange das Fahrzeug langsam beschleunigt und abgebremst wird, hält diese Kraft das Frachtgut auf der Ladefläche. Doch beim Fahren des Fahrzeuges entstehen plötzlich scheinbar neue Kräfte, die Trägheitskräfte. Das sind Kräfte, die sich einer neuen Bewegungsrichtung des Autos entgegenstellen. Muss der Kraftfahrer ganz stark abbremsen oder noch schlimmer, er fährt ungebremst in ein Stauende, so möchte die Ladung gern weiterfahren. Sie wird nach vorn mit bis zu 80 Prozent ihres eigenen Gewichtes beschleunigt und durchschlägt damit auch Ladebordwände und Fahrerhäuser. Das, was für den großen Lkw gilt, trifft auch auf den Autoatlas auf der Hutablage eines Pkw zu. So kann aus der 2-kg-Straßenkarte schnell ein tödliches Geschoss werden.

Bei Kurvenfahrten drücken diese Kräfte die Ware mit 50 % des Gewichtes zum Außenrand und werden Fliehkräfte genannt. Auch beim Losfahren wirken Trägheitskräfte nach hinten, hier muss ebenfalls mit 50 Prozent gerechnet werden.

Die einzige Kraft, die in der Kurve, beim Losfahren und beim Bremsen die Ladung festhält, ist die Reibungskraft. Hier ist die Rechnung ganz einfach, solange die Reibungs- größer als die Fliehkraft ist, so lange ist alles in bester Ordnung. Aber wehe, bei einem heftigen Bremsmanöver oder bei einer etwas zu flott durchfahrenen Kurve, dann überschreiten diese Trägheitskräfte die Reibung und die Ladung landet auf der Straße. Besonders tragisch wird die Sache immer dann, wenn unbeteiligte Verkehrsteilnehmer dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden.

Das große „Geheimnis“ der Ladungssicherung besteht in der Reibungskraft. Damit sie maximal wird, gibt es genau zwei Wege. Die erste Möglichkeit besteht im Niederzurren. Hier wird mittels Spanngurten der Anpressdruck und damit die Reibung erhöht. Die zweite Variante sind Antirutschmatten. Spitzenprodukte bei diesen Mitteln zur Ladungssicherung und stabile Lkw-Aufbauten lassen heute die Verwendung von Zurrmitteln schon überflüssig werden. Halter und Sicherungen für Fallschutz sparen Zeit sowie Geld und garantiert die Sicherheit von Ladung und Fahrzeug.